Am Curie wurde offenbar ein Ganztagsangebot „Kutterrudern“ eingeführt. Sechsmal sind die Abschlussschüler der beiden Görlitzer Gymnasien schon gegeneinander gerudert. Und fünfmal hatte das Joliot-Curie-Gymnasium die Nase vorn. So auch am vergangenen Freitag, als der traditionelle Wettkampf wieder anstand. Oberbürgermeister Octavian Ursu eröffnete gemeinsam mit KommWohnen-Geschäftsführer Arne Myckert die Veranstaltung. Bei den Rennen hatten sowohl die Lehrer der Schule am Wilhelmsplatz die Nase vorn als auch die Schüler. Unter großem Applaus der Zuschauer ruderten die Teams in den großen schweren Holzkuttern (Leergewicht ca. 1 Tonne) durchs Ziel.
In den vergangenen Jahren war das Kutterrennen der Schüler der Auftakt für ein dreitägiges Hafenfest. Diesmal haben wir den von KommWohnen organisierten Teil des Fests aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen der drei Todesopfer vom Hauseinsturz James-von-Moltke-Straße abgesagt. Doch an den anderen beiden Tagen fanden die Kutterwettfahrten wie geplant statt. Am Freitag die Schüler, am Samstag dann Vereine, Firmen und Institutionen, organisiert von den Lausitzer Wassersportfreunden. Elf Teams traten gegeneinander an. Am Ende gewann eine Mannschaft, die zum ersten Mal dabei war, vom Sport aber viel Ahnung hat: das Juniorteam des Landesverbands Rudern. Künftig wollen sich diese Sportler noch viel öfter auf dem Berzdorfer See treffen. Am Nordstrand soll ein Stützpunkt fürs Coastal Rowing – Rudern in Küstennähe – entstehen. Die Stadt Görlitz ist dazu aktuell in Gesprächen mit Freistaat und Landesverband.
Die Planungen fürs Hafenfest 2027 starten derweil allmählich. Sobald der Termin feststeht, informieren wir.
