Endlich ist es wieder einen Schritt vorangegangen mit unserer geplanten Südrandbebauung am Hafen Görlitz. Um den Berzdorfer See touristisch weiter zu entwickeln, sollen im Bereich des Hafens Appartements für Ferienwohnungen und dauerhaftes Wohnen entstehen. Dieser Plan existiert bereits seit vielen Jahren. Nun hat der Görlitzer Stadtrat in seiner Maisitzung der Auslegung der aktuellen Pläne zugestimmt. Dieser Schritt ist der nächste auf dem Weg zur Baugenehmigung und schließlich Umsetzung.
Die öffentliche Auslegung dieses vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „BS 14 – Südliche Hafenzeile“ am Berzdorfer See enthält die genaue Beschreibung des Projekts, Gutachten, Pläne und Kartierungen. Sie dient der Information der Öffentlichkeit und der Aufnahme etwaiger Stellungnahmen.
Ganzjährig mehr Leben am Hafen
Seit vielen Jahren verfolgt KommWohnen das Ziel, am südlichen Rand des Hafenbeckens Häuser für Ferienwohnungen und dauerhaftes Wohnen zu errichten. Geplant sind 14 Gebäude mit insgesamt 70 Wohnungen. Davon sind 64 als Ferienwohnungen vorgesehen und sechs für dauerhaftes Wohnen am See. Letzteres hat sich vom Umfang her in den vergangenen acht Jahren nie geändert und sorgte doch immer wieder für Diskussionen. Kritiker erachten es als wichtiger, den Leerstand in der Innenstadt zu bekämpfen. KommWohnen hält dennoch an diesem Plan fest, da die Anzahl der dauerhaften Wohnungen erstens sehr klein ist – nur sechs Stück.
Zweitens und viel wichtiger erscheint uns allerdings, dass durch dauerhafte Bewohner mehr Bewegung und Kontrolle im Hafen ist. Außerhalb der Saison und nachts ist es für das abgelegene Areal ein großer Vorteil, wenn bei kriminellen Machenschaften und Vandalismus das Risiko der Entdeckung steigt. Nicht nur Bootseigner werden sich an die Diebstahlserie von Bootsmotoren vor einigen Jahren erinnern. Und auch die alltäglichen Erfahrungen des Teams vom Hafencafé mit nächtlichem Vandalismus sprechen eine deutliche Sprache. Nicht zuletzt werden auch die Menschen froh sein, die ein eigenes Boot im Hafen Görlitz liegen haben. Und deren Zahl wächst jedes Jahr.
Beim Frühstück Blick auf den Hafen
KommWohnen-Geschäftsführer Arne Myckert zeigt sich optimistisch, dass das Vorhaben Hafenzeile nun Fahrt aufnimmt. „Man merkt schon, dass sowohl in der Stadt als auch im Landkreis ein großer Wille besteht, diese Entwicklung auch voranzutreiben.“ Die konkreten Angebote, die dann entstehen, wären ganz toll, glaubt er. „Man könnte morgens beim Frühstückskaffee den Blick auf den Hafen, wo man vielleicht sogar sein Boot liegen hat, aus dem Ferienapartment genießen. Das würde viele Menschen ansprechen, und wir wollen doch Leute nach Görlitz locken, die hier Geld ausgeben, die dafür sorgen, dass wir mehr Beschäftigung in dem Sektor haben.“
Die Pläne sind von 6. Juli bis 21. August 2026 beim Amt für Stadtplanung der Stadtverwaltung Görlitz in der Jägerkaserne einsehbar. Im selben Zeitraum geht es hier auch online: klick.