Eigentlich müsste diese Honigschleuder inzwischen quietschen. In den vergangenen Tagen hatten sie und Imker Raphael Lohse (auf dem Foto rechts) ganz schön viel zu tun. Über 700 Kilogramm Honig sind zusammengekommen. Gesammelt von Bienen in Görlitz-Königshufen, wo KommWohnen-Mieter in ihren Mietergärten oft herrlich blühende Pflanzen angesiedelt haben. Eine ideale Umgebung für die fleißigen Insekten.
Verkauf beim Altstadtfest
Das Ergebnis ist nun der Görlitzer Festhonig. Erste Kostproben gab es beim Görlitzer Tippelmarkt, der große Verkauf beginnt jetzt beim Altstadtfest, das am 28. August startet. „Uns ging es vor allem darum, einen leckeren Gruß aus Görlitz zu kreieren“, sagt Gerd Weise, Projektleiter des Görlitzer Altstadtfestes. „Zum Altstadtfest haben wir tausende Gäste, viele Heimkehrer, denen wir Görlitz auf vielfältige Weise schmackhaft machen wollen, und Honig gehört auf jeden Frühstückstisch. Dann beginnen junge Familiengründer, bestenfalls von einem Leben in Görlitz zu träumen.“ Die 250-Gramm-Gläser wird es beim Kulturservice auf der Brüderstraße und direkt am Stand der Imkerei Lohse geben, ab September auch an weiteren Verkaufsstellen, die mit Souvenirs aus Görlitz handeln. Der Erlös fließt zum Teil in die Finanzierung des Altstadtfests.
Die nötige Imker-Expertise für dieses Projekt kommt von Raphael Lohse aus Putzkau. Er und seine Familie haben das Imkern vor einigen Jahren vom Hobby zum Beruf gemacht. „Mit 14 oder 15 Jahren hatte ich meine ersten Bienen“, sagt der 37-Jährige. Heute hat sein Betrieb rund 200 Völker, jeweils mit 50.000 bis 80.000 Bienen. „Die Pflege der Bienen macht den größten Aufwand aus“, sagt Raphael Lohse. „Aber dieser Teil ist auch der faszinierendste. Wie aus den wenigen Bienen im Winter so schnell wieder riesige Völker werden, die ausschwärmen.“
Schwärmerei für Königshufen
24 seiner Völker haben die vergangenen Monate in Königshufen verbracht. Die Umgebung mit dem vielen Grün und den Gärten ist ideales Terrain, sagt er. Und dass die Bienen den Großteil des Nektars aus den vielen Mietergärten ringsum sammeln, war wiederum der Grund für KommWohnen, das Projekt Festhonig zu unterstützen. Ein wunderbares nachhaltiges Projekt für ein Naturprodukt aus Görlitz, zu dem unsere Mieter mit ihren bunt gestalteten Mietergärten einen Beitrag geleistet haben, freut sich Geschäftsführer Arne Myckert. Beim Fotoshooting zwischen Anton- und Gersdorfstraße kommen einige Mieterinnen neugierig auf ihren Balkon, schauen zu und fragen. Die Erklärung trifft auf viel Freude und Zustimmung zu der Honig-Idee.
Nun kann sich der Görlitzer Festhonig zu einem neuen Hit unter den Souvenirs der Stadt entwickeln. Görlitz hat wenig, was sich von Touristen als Gruß aus der Stadt versenden oder mitnehmen lässt. Und Honig ist ein Naturprodukt, von dem die ganze Familie etwas hat.
Fotos: ©Axel Lange, KommWohnen
Foto oben: Altstadtfest-Projektleiter Gerd Weise, KommWohnen-Medienreferentin Jenny Thümmler und Imker Raphael Lohse (v.l.)
