UPDATE 21. Mai 2026 21:25 Uhr: Gegen 17 Uhr wurden die Suchmaßnahmen erneut unterbrochen, da die Einsatzkräfte unter dem Schüttgut einen menschlichen Körper fanden. Der eingesetzte Notarzt konnte lediglich den Tod feststellen. Nachdem Beamte der Kriminalpolizei sowie der Kriminaltechnik Spuren gesichert haben, konnte die Leiche aus den Trümmern geborgen werden.
Bei dem Verstorbenen handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um den vermissten 48-Jährigen mit deutsch-bulgarischer Staatsangehörigkeit. Die zweifelsfreie Identifizierung des Mannes steht momentan noch aus. Die Polizei informierte die Angehörigen über die Geschehnisse.
Die weitere Spurensuche soll Aufschluss über die Ursache des Einsturzes geben. Die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen. Die Beräumung der Einsatzstelle und den damit Verbundenen Einschränkungen dauern weiterhin an.
UPDATE 21. Mai 2026 16:11 Uhr: Gegen 14 Uhr fanden die Einsatzkräfte eine weitere verschüttete Person. Die Suchmaßnahmen wurden daraufhin unterbrochen. Ein hinzugezogener Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Nachdem weitere Trümmerteile um die Person herum beräumt wurden, konnte diese geborgen werden.
Die Kriminalpolizei sowie Kriminaltechniker kamen erneut zum Einsatz und sicherten Spuren. Die Beamten konnten die aufgefundene Person als die 26-jährige vermisste rumänische Staatsangehörige identifizieren. Seelsorger setzten gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Octavian Ursu und dem Polizeiführer die Angehörigen über die Geschehnisse in Kenntnis.
UPDATE 21. Mai 2026 7:50 Uhr: Nach dem Einsatz eines Personensuchhundes am späten Mittwochabend fanden die Einsatzkräfte gegen 22:30 Uhr eine verschüttete Person unter den Trümmern. Daraufhin wurden die Suchmaßnahmen zunächst unterbrochen. Ein Notarzt kam zum Einsatz. Dieser konnte nur noch den Tod feststellen. Anschließend entfernten die Kameraden der Berufsfeuerwehr die Trümmer um die Person herum, damit sie geborgen werden konnte.
Die Kriminalpolizei und Kriminaltechniker kamen zum Einsatz, sicherten Spuren und nahmen die Ermittlungen auf. Die Beamten identifizierten die gefundene Person als die 25-jährige Vermisste aus Rumänien. Der Polizeiführer informierte gemeinsam mit Oberbürgermeister Octavian Ursu und einem Seelsorger die Angehörigen.
Noch während die Verstorbene geborgen wurde, gingen die Suchmaßnahmen in einigen Bereichen des eingestürzten Hauses weiter. Schließlich konnten die Arbeiten wieder im vollen Umfang aufgenommen werden. Ein Personensuchhund kam erneut zum Einsatz, damit die Kräfte die Suche so gezielt wie möglich an den angezeigten Stellen fortsetzen und so auch die übrigen vermissten Personen finden können.
Den Angehörigen der Opfer gilt die herzliche Anteilnahme der gesamten KommWohnen-Belegschaft.
19. Mai 2026 13.40 Uhr: Das ganze KommWohnen-Team hofft mit den Rettungskräften, die an dem eingestürzten Haus auf der James-von-Moltke-Straße arbeiten, auf ein gutes Ende. Drei Personen werden laut Polizei derzeit noch vermisst, zwei Frauen und ein Mann. Die beiden Rumäninnen sind aus touristischen Gründen in Görlitz, der Mann bulgarisch-deutscher Herkunft aus beruflichen. Das Unglücksgebiet ist weiträumig abgesperrt, die Moltke-Straße steht voller Rettungsfahrzeuge.
Polizei, Feuerwehr und Stadtverwaltung haben am Dienstagmorgen eine Pressekonferenz durchgeführt, bei der Details zu dem Unglück genannt wurden. Medien aus ganz Deutschland berichten über das Unglück.
Das Haus, in dem KommWohnen fünf möblierte Wohnungen betreibt, war am frühen Montagabend eingestürzt. Die Ursache ist noch unklar. Augenzeugen berichten von einem ohrenbetäubenden Knall und dem Geruch von Gas. Das gesamte Gebäude ist zusammengebrochen. Über 100 Rettungskräfte kamen zum Einsatz. „Wir haben Hilfe aus Freital in Anspruch genommen, von wo uns mit großem Rettungsgerät und Suchhunden geholfen wurde“, sagte Sebastian Schramm bei der Pressekonferenz am Dienstag. Er war die ganze Nacht als Einsatzleiter der Görlitzer Berufsfeuerwehr vor Ort. Die Hunde hätten einen sehr guten Job gemacht und an drei Stellen angeschlagen. Das solle heute nochmal verifiziert werden, um gezielt nach Verschütteten suchen zu können. „Dafür ist auch Ruhe am Unglücksort nötig, um mögliche Klopfgeräusche oder selbst ein Atmen hören zu können“, so Feuerwehrmann Schramm. So geht die Bitte an alle Passanten, die Arbeiten nicht zu behindern.
Dutzende Menschen wurden am Montagabend aus den umliegenden Häusern evakuiert. Ein Teil von ihnen kam über Nacht in der Villa Ephraim unter. Mittlerweile haben hinzugezogene Statiker von Stadt und THW festgestellt, dass die benachbarten Gebäude weiterhin bewohnbar sind. Die Menschen müssen trotzdem noch auf die Rückkehr in ihre Wohnungen warten, bis die Rettungsarbeiten abgeschlossen sind, so die Görlitzer Feuerwehr.
Laut Polizei und Feuerwehr werden die Arbeiten noch mindestens bis in den Abend dauern, womöglich auch bis morgen früh. Das hänge davon ab, wie schnell die Rettungskräfte zu den Vermissten vordringen können. Die Schuttberge können nur vorsichtig und größtenteils per Hand entfernt werden, um nicht mögliche Hohlräume zu verschütten, in denen möglicherweise Verletzte sind.
Das Gebäude war vor dem Einsturz in tadellosem Zustand. Die letzte Wohnung wurde 2021/22 saniert. Aufgrund der teilweisen Vermietung als Ferienwohnungen waren regelmäßig Mitarbeiter von KommWohnen im Haus. Weder von ihnen noch von Mietern ist je von Gasgeruch berichtet worden. Ein mögliches Leck war daher vorher nicht festzustellen. Die letzte Wartung von Heizung und Warmwasserbereitung fand im September 2025 statt. In den Wohnungen selbst gab es weder Gasherde noch Gasthermen.
Spekulationen über die Ursache des Einsturzes sind nicht zielführend. Stattdessen sollen die polizeilichen Ermittlungen abgewartet werden. „Jetzt ist das Allerwichtigste, dass die vermissten Personen gefunden werden“, sagt KommWohnen-Geschäftsführer Arne Myckert, der in der Nacht viele Stunden am Unglücksort war. „Ihren Angehörigen und allen Rettungskräften wünschen wir viel Kraft.“